Wallfahrt zur Nikolauskirche nach Haag

Beim Besuch der Nikolausgilde im Frühjahr 1981 in St. Nikola, Strudengau, Österreich, besann sich Karl Schlager auf die Tatsache einer Nikolauskirche im Nachbarort Haag.
Er machte den Vorschlag, diese Kirche in einer Art Wallfahrt jedes Jahr am zweiten Sonntag im Oktober zu besuchen, dort eine heilige Messe zu feiern und anschließend im Gasthaus Anetseder die vorbereitende Besprechung für das Nikolausfest durchzuführen.
Diese Anregung des damaligen Obernikolauses ist bereits zur Tradition geworden.
Alljährlich marschieren in den frühen Morgenstunden, die Hauzenberger Nikoläuse, vorbei am „Gidibauer“, übern Staffelbach, vorbei an Glotzing, Loifing und Innerhartsberg die ca. acht Kilometer zur Nikolauskirche nach Haag.
„Es gab Zeiten“, berichtet Karl Schlager, „da waren wir nur zu zweit oder zu dritt, aber wir haben diese Wallfahrt nie aufgegeben“.
In den letzten Jahren wird die Wallfahrt immer besser angenommen. Auch die jungen „Nachwuchsnikoläuse“ marschieren immer öfter mit.
Im Oktober 2007 waren es um die 30 Gildemitglieder die diese Tradition mitgetragen haben und es werden immer mehr.
Auf Initiative der Nikolausgilde wurde im Jahre 2002 ein in der Haager Kirche entdecktes Reliquiar restauriert. In diesem barocken Gefäß befinden sich zwei Überreste aus dem Grab des Bischofs von Myra. Und eine Urkunde beweist, dass das Reliquiar aus dem Jahre 1771 stammt und via Wien und Passau den Weg in „seine“ Kirche nach Haag fand.