Zum Schmunzeln 5. Dezember 1994

„Himmlischer“ Versprecher
Mein erster Nikolauseinsatz als Heiliger führte mich unter anderem auch nach Hintertiessen.
Als Kramperl begleitete mich Bauer Walter.
In Hintertiessen besuchten wir den kleinen Günter und dessen Schwester Verena. Als wir die adventlich geschmückte Stube betraten, saßen da die Oma, der Opa, die beiden Kinder sowie Vater und Mutter schön versammelt auf der Eckbank.

Tadel für Günter und seinen Opa:

Der kleine Günter hatte zwei Hasen. Da er aber manchmal vergaß, die beiden zu füttern, machte das auch schon mal der Opa. Dieser wiederum vergaß ab und zu, das „Hosnstoitürl“ (Hasenstalltürchen) zuzumachen, und somit musste die Oma und der Günter die Hasen wieder einfangen.
Als ich mich von der Familie verabschiedete, wollte ich noch zur Oma sagen:
„Und du, Oma, gib acht dass der Opa das nächste mal s`Hosnstoitürl wieder zumacht.“
In der Aufregung sagte ich aber zur Oma:
„Und du Oma gib acht das der Opa das nächst mal s`Hosntürl (Reißverschluss an der Hose) wieder zumacht.“
Kaum ausgesprochen habe ich den Versprecher auch schon bemerkt, und es war mir recht peinlich.
Der Opa hat gegrinst, die Oma hat den heiligen Nikolaus ganz entsetzt angeschaut.
Vater und Mutter haben gelacht und die Kinder haben Gott sei Dank nicht begriffen, warum alle so lachen.
Der hl. Nikolaus hat sich dann bei Oma und Opa entschuldigt und ein Stamperl Obstler mit dem Opa getrunken.